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Der 12. Tag mit dem Highlight Le Mans Start

Nach einer gemeinsamen Dusche durfte der komplette Konvoi durch die Reste der historischen Stadt fahren. 4000 Jahre geballte Geschichte.

Eine Abfahrt zu einer Offroadstrecke verpassten wir leider, dafür fuhren wir über kleine Landstraßen durch die großartige zentrale Hochebene. Sanfte Hügel, riesige Felder und tolle Farben begleiteten uns bis nach Ankara.

Eine Großstadt halt. Das Hypodrom war schnell gefunden. Zeit war noch übrig bis zum Start. Gegge und Lars versuchten den defekten Stoßdämpfer am EO 60 zu reparieren, während die vier anderen Spaß hatten.

Eine kurze Regelerklärung und eine Proberunde, dann war es soweit. Die Fahrzeuge wurden nebeneinander aufgestellt und die Crews 50 m gegenüber. Mit aufheulenden Motoren, quitschenden Reifen gings in die erste Kurve. Einer von den Ronnies hatte die Haube vorn. Dietmar, Gonzo und Andreas hatten einen Riesenspass. Echt eine coole Sache. Movies gibts später noch.

Gegge und Lars hatten in Ankara keinen Erfolg mit dem Stoßdämpfer, dafür wurden wir in Haymana fündig und konnten das Fahrzeug reparieren lassen.

Der Ramadan hatte auch noch begonnen, da denkt hier sowieso jeder an den rettenden Sonnenuntergang. In Haymana findet während dieser Zeit jeden abend ein gemeinsames Essen auf dem zentralen Platz statt, zu dem wir eingeladen waren. Sehr lecker. Heiße Quellen gibt es hier auch, also war ein Besuch im Hamam fast schon obligatorisch. Endlich mal richtig waschen und eine entspannende Massage dazu.

 

 

11. Tag: Weiterfahrt nach Hattusa, einer alten Hethiterstadt

Start war um 10 Uhr am Campingplatz. Die Tour führte zu einer im Meer versunkenen alten römischen Hafenstadt. Die komplette Strecke war mit Streckenposten versehen, der Dümmste hätte sich nicht verfahren können.

Ab hier änderte sich der Tourverlauf. Das wunderschöne bergige und waldige Küstengebiet wich den flacheren Ebenen im Landesinneren.

Ziel war die alte Hethiterstadt Hattusa bei einem halb verfallenen Dorf namens Bogazkale. Vor der malerischen Kulisse wurde das Fahrerlager aufgebaut.

10. Tag Fahrt nach Kozlu mit staubiger, schöner aber sinnloser Offroadstrecke

Geduscht wie die türkischen Fußballprofis, Frühstück am Platz und amateurhafter sinnloser Polizeieskorte gings weiter bis zur nächste Kreuzung. Wir haben noch nie eine so planlose und schulterzuckende Polizeieskorte gesehen. Null Plan, null Absprache, wenigstens konnten wir einem Dorfkind einen Schulranzen überreichen.

Auf einer genialen Küstenstraße gings am Schwarten Meer bis Aplila zum Beginn der Offroadprüfung. Sinnlos, staubig aber schön. Leder fuhren wir im Kreis 1000 m hoch und runter. Runter leider auch noch im dunkeln und Lars und ich lernten, dass man bei Staubfahrten ohne Wasser die Scheiben wischt.

Um 23 Uhr kammen wir endlich am Strand von Kozlu an. Köfte, Huhn und türkischem Mac mit unserem Charme noch Effes (obwohl keine Lizenz). In den der Öffentlichkeit müssen wir Effes in Pumasocken trinken oder im Geschirrtuch.

Übrigens gabs bisher täglich kleine Pannen, aber noch nichts Ernstes. Die Vitos sind wahre Schlaglochfresser.

9. Tag: Muttertag (mit Zeitverschiebung) am 13.5.2018 in Riva

Um 11 Uhr war heute Treffpunkt vor der blauen Moschee auf dem alten Hypodrom. Auf eigene Faust durch die Stadt im Konvoi, zum Glück war Sonntag. Wir sind alle der Meinung, dass diese Stadt wohl irgendwann einen Verkehrskollaps erleidet, zumal zur Zeit unglaublich viele neue Wohnblocks entstehen.

Aber zurück zur Rallye. Wir hatten alle unglaublichen Spass beim Singen und Musizieren am Hypodrom, Dietmar und Andreas sind musikalisch echte Entertainer. Die Menschen sind scharenweiße zu uns geströmt, haben Zugabe gefordert und wir konnten ein wenig vom kommenden Ruhm täumen. Das war wirklich ein Erlebnis.

Dem Start gingen wieder die offiziellen Reden von stattliche Stellvertretern und natürlich acuch vom OK-Team voraus. Kurz nach dem Start verloren wir Gegge und Dietmar trotz Funk. Auf dem Tracker konnten wir später sehen, dass sie eine total andere Richtung einschlugen, nämlich die Richtige. WIr lavierten uns mit Karte durch Istanbul über die zweite Bosporusbrücke Richtung Riva. Gegenverkehr in der Einbahnstraße. Rechtsabbiegen auf türkisch: links überholen und unvermittel vor einem rechts rausziehen. Aber alles gieht immer irgendwie gut, es passt haölt doch jeder auf und keiner beharrt auf seinem Recht. Aber jeder versucht sich durchzusetzen.

Das Duell des Tages fand in Riva stattIn Riva kam es wurde die türkische Mannschaft mit einer Auswahl ehemaligen Fußballspielern und dem türkischem Botschafter aus Brüssel mit 5:1 durch das EOR Team aus Top-Spielern besiegt. Das Publikum war phänomenal und entfachte mit seinem enthusiastischen Jubel einen wahren Torrausch unserer Mannschaft. Ein historisches Ereignis, das noch mit einem wirklich großzügigen und guten Abendessen gekrönt wurde.

8. Tag am 12.5.2018: Ruhetag in Istanbul

Keine Hausaufgaben heute, stattdessen Waschtag. Andreas und ich sind heute früh gleich mal zur Pflege nach den Strapazen zum Barbier. Massage, Haare schneiden, legen und föhnen.

Und die anderen auch:

Ganz unerwartet kam die Sonderaufgabe heute nicht: Team 42 hat als erste (Streber) die Rose gesetzt und hat damit den Maßstäbe gesetzt. Wir haben das mit einer Besichtigung der Innenstadt und einfach nur zum Beine vertreten genutzt.

 

6. und 7. Reisetag: Ankunft in Troja und Sightseeing

Welche Probleme die Zöllner an der bulgarisch/türkischen Grenze mit den Autopapieren hatten? Drei Fahrzeuge auf eine Halter zulassen? Geht zuerst gar nicht und dann plötzlich doch. Und dann auch noch in der falschen Reihenfolge durch die Endkontrolle. Wir waren froh als wir durch waren.

Zwei Versuche an der Küste in der Nähe von Kilibahir zu campen schlugen fehl, weil die Polizei uns zwar immer freundlich aber im Ergebnis doch vom Platz warf.  Nachts um 2:00 brachte uns die Autofähre nach Canakkale, teils schlafend jedoch mindestens übermüdet erreichten wir das Fahrerlager Comu Otelo bei Troja.

Ruhetag: Am Hafen von Canakkale wurde mit hohen Regierungs- und Verwaltungsvertretern die selbst gebauten trojanschen Pferde gefeiert. Sichtlich erstaunt reagierte der türckische Agrarminister als Gonzo ihm während seiner Ansprache plötzlich die Hand schüttelte.  Im Mittelpunkt standen aber auch die selbstgebastelten trojanschen Pferde. Viele Geschenke wurden überreicht und wir standen wenigstens mal für kurze Zeit im Rampenlicht der türkischen Presse. Als ob niemand an einem Ruhetag Interesse gehabt hätte nahmen wir uns noch eine Zwischenprüfung vor. Das Orgateam jagte uns durch die gesamte kulturgeschichtlich schwer vorbelastete Gegend. Aber es war einfach zuviel. Zum Glück bot sich an einem Campingplatz die Gelegenheit im 20°C warmen Meer ein erfrischendes Bad zu nehmen. Außerdem spart das die Dusche und das Wechseln der Unterhose…

Zurück im Lager: Ein Radwechsel war nötig, weil die Spur am EO70 verzogen war. Die Folge war übermäßiger Verschleiß. Die taugen ab jetzt nur noch als Notreifen, zumal einer auch noch einen Nagel im Reifen stecken hatte.

Gegen Abend gabs eine kurzfristige Einladung der Stadt zu einer Schiffsundfahrt mit kleinem Abendessen aber ohne Alkohol. Das drohende Defizit konnte im Nachtleben von Canakkale abgewendet werden. Ich wolle heute früh ins Bett, das hat dann auch um 3:30 geklappt.

Weiterfahrt nach Istanbul ins Fahrerlager:

So eine Chaotische Stadt, nur ein einziger Stau durch die Stadt bis zum Fahrerlager. In der Nähe des berühmten Taxim Maydan Platzes und der Flaniermeile Istanbuls, hatte das OK-Team einen Parkplatz nur fürs EOR reservieren lassen. Gemütlich hat es geheißen… sogar mit Zugang zu zwei WC’s. Auf einer kleinen kurvigen Küstenstraße legten wir einen Stopp an einem großen hohlen Nadelbaum (keine Ahnung was für einer) und verspeisten jeder einen mit Schafskäse gefüllten Fladen in einem naheliegendem „Restaurant“. Auf der Weiterfahrt erwischten wir das OK-Team eiskalt aneiner Tanke und durften gleich unser Liedchen trälern (auch eine der Sonderprüfungen). Weil das so gut geklappt hat durften wir gleich ein paar Kilometer weiter die Nächste machen. Alle Fahrzeuginsassen mußten die kanpp nebeneinanderstehenden Fahrzeuge wechseln ohne den Boden zu berühren und die Türen zu öffnen. Hat uns alten Knochen nichts Übermenschliches abverlangt.

 

 

5. Rallyetag Kitchevo

Am 9.5. um 6 Uhr klingelte unser Reisewecker Gonzo alle aus den Betten. Spenden auspacken, zusammenbauen und gleichzeitig die Fahrzeuge wenigstens einmal vernünftig sortieren war angesagt. Die Kinder hatten den Auftrag zum Bau unseres tojanischen Pferdes mit Freude übernommen. Mit strahlenden Augen und voller Stolz präsentierten sie uns ihr Kunstwerk. Eine toller Abschied aus Kitchevo. Eine klassische Win-Win Situation.

 

4. Rallyetag

Gut, dass Gonzo den Weckdienst um 6:45 übernommen hat. Wir wollten schon um 17:00 in Varna/Kichevo am Kinderheim sein. So der Plan. Bis zum völlig verdrckten Staudamm bei xxx lief alles sehr gut. Außer die PC-Maus von Thomas, welche in einer scharfen Kurve durchs offen Beifahrerfenster in die Freiheit hüpfte. Aber leider direkt unter einem Lkw-Reifen landete. Ein Bieraufkleber am Wärterhaus des Stausees rundete die erste Tageshälfte ab.

Auf der Weiterfahrt fiel am FN-EO 80 dann die Wasserpumpe aus. Also abschleppen in eine naheliegende Autowerkstatt. Der Dolmetscher wurde über Telefon aus Deutschland zugeschaltet. So konnte das Problem erklärt werden. Unsere Ersatzpumpe wurde auf einem Schrottplatz organisiert. Mit nur zwei Fahrzeuge fuhren wir weiter bis Varna, während Gegge und Dietmar das Defekte später nachfolgen sollten. Gegge und Dietmar nutzten die Wartezeit sinnvoll aus. ZwischenzeitZeitverzögerung ca. 4 Stunden. Glück gehabt.

Im Prinzip hätten wir an der Vignettenkontrollstation für zwei Fahrzeuge 220 Euro Strafe zahlen müssen, weil in Rumänien Vignettenpflicht Hat von uns keiner auf dem Radar gehabt) besteht. Gutes Zureden, eine Spende in die Kaffeekassen und eine wohlgesonnene Chefin waren sehr hilfreich. Die Einreise in Bulgarien geht gar nicht ohne Vignette.

Um ca. 21 Uhr waren wir endlich bei Frau Dragneva in Kitchevo. Herzlicher kann man nicht emfangen werden, dazu ein sehr leckeres und üppiges Abendessen sowie ein richtiges Bett im Kinderheim.

3. Rallyetag

Start in Szonbathely um 7:30. Brunch gabs irgendwo auf dem Weg. Auf der Strecke Richtung Rumänien bietet sich gleich an einer Baustelle die Gelegenheit eine weitere Aufgabe zu absolvieren. Lars konnte ein Günzburger Radbieraufkleber an die Kelle eines Baustellenpostens kleben. Über die mächtige Donau und die weiten Ebenen Ungarns vorbei am Balaton. Fahren, fahren, fahren…und Agrarkulturen soweit das Auge reicht. Gegen 17:30 passierten wir die Grenze bei Gyulu. Eine echte Grenzkontrolle mit Inspektion der Fahrzeuge. Ab hier noch 12 h bis Warna. Quartier wurde abseits nach Delu aufgeschlagen, wo sich eine weitere Gelegenheit zum Biertausch auftat. o,5 l Bierflasche gegen 2,5 l Bierbombe von Timisoreana. Von dem jungen Pärchen erhielten wir noch ein großes Stück Schafskäse, Dietmar der Smutje hats sofort ins Abendessen eingebaut.

Der zweite Tag bringt uns nach Ungarn

Nach einem üppigen Frühstück bekamen wir von Daniel 8 Renken aus dem Kochelsee fürs Abendessen mit auf den Weg. Am Ende des Tages waren wir kurz vor Sonnenuntergang in der ungarischen Ebene und fanden abseits der Straße eine Rastmöglichkeit in den Feldern.

Zwischedurch werden auf unserer Rallye immer wieder Aufgaben erledigt. Eine davon:
Pro Fahrzeug müssen bis Israel drei Günzburger Biere gegen örtliche Biere getauscht werden. Bei einem kurzen Stopp in Birkfeld hat uns der freundliche Herr die erste Flasche getauscht.

Der Fisch war von ausgezeichnet, und an einem kleinen Lagerfeuer haben wir den Tag ausklingen lassen.