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Wir sind wieder da

Eine superspannende, schnelle und geile Zeit für alle. Viele fremde Menschen haben haben wir getroffen, die Begenungen waren immer eine Bereicherung für uns. Wüste, Megastädte, Offroadstrecken, Kultur und Teamgeist waren die Highlights dieser außergewöhnlichen Rallye. Die Oranisatoren, die Teams selbst haben alle erlebt, was es heißt die Komfortzone eines sicheren und gewohnten Umfeldes zu verlassen. Der persönliche Kontakt mit unseren Mitmenschen kann die vielen unterschiedlichen Ansichten, Religionen und Lebensweisen überbrücken, ohne diese wäre unsere Welt ohnehin langweilig. Technische Probleme aller Art wurden gemeinsam unter zum Teil widrigsten Bedingungen gemeistert. Ein großes Danke an alle Familien, Sponsoren. Freunde und Kollegen die uns während dieser Zeit so toll unterstützt haben und uns dieses Abenteuer ermöglicht haben.

Den Blog habe ich oft während der Fahrt auf dem Beifahrersitz gepflegt. Unzählige Schlag- und Staubpisten führten zu noch mehr Schreibfehlern. Seis drum.

Fahrt vom letzten Wüstencamp zum Toten Meer

Unser letztr Wüstentag in Jordanien mit sSuper Stimmung im Camp. Insgesamt hatten sich nach dem chaotische letzten Abend wohl drei unterschiedliche Camps gebildet. Aber alle nur ein paar Kilometer voneinander entfernt. In unserem Camp organisierten wir ein gemeinsames ausgiebiges Restefrühstück mit deutscher Dosenwurst, schweizer Rösti, Gemüse und Obst. Erstaunlich viel war aus den Karren noch rauszuholen. Viele Sachen die nicht mehr gebraucht wurden landeten direkt im Feuer, von gebrauchten Klamotten, schimmligem Brot, über Bierbänke bis hin zu den Roadbooks. Über diesmal befestigte Straßen gings dann teilweise im Konvoi zu drohenden Ende der Rallye ans Tote Meer.

Eine Dusche, ein tolles Abendessen und ein schöner Ausklang an der Bar…

22. Tag: 6 wüste Jungs rollen die Armee von hinten auf

Wie in jeder guten Geschichte fängt alles ganz harmlos an. Eine geile Fährt durch die staubige Wüste Jordanien. Weite Ebenen gespickt mit messerscharfen Basaltscherben. Hört sich an wie wenn man über Glas fährt. Hier darf man auf keinen Fall driften, sonst sin die Reifen schnell zerschlissen. Im weichen wiederum Untergrund ja nicht anhalten, sonst wars das, incl. 1500€ Bergekosten. Vorbei an wilden Kamelen, verdursteten Ziegen, tollen Landschften fanden wir mitten in der Wüste dank unserdürftigen Kartenausstattung eine Militärbasis. Zuerst dachten wir es sei ein kleiner Aussenposten, doch als uns ein Geleitfahrzeug zum Polizeiposten in Katrone eskortierte, offenbarte sich erst dass wir in einer großen Militärbasis gelandet waren. Das wird noch viel Büroarbeit geben für die Wache… Wir mussten viele Fragen beantworten, aber die Militärs und die Polizei gingen sehr souverän mit der Situation um und waren sehr freundlich. Wir waren aber leider für den Rest des Nachmittags in Polizeigewahrsam. Andere Teams hatten sich ebenfalls an den missverständlichen Koordinaten zerfranst und sind in dieselbe Lage geraten. Mit Polizeieskorte wurden wir dann ins Faherlager gebracht. Leider war Fotografierverbot. Kein Tag ohne Uberraschungen…

 

21. Tag, Amman Beginn der Wüstenfahrt

Amman, eine Stadt mit so gut wie keinem Tourismus. Aber Souks und eine knifflige Schnitzeljagd vom OK-Team: Einen winzigen Hamam finden und einige Fotos ausdrucken lassen. Die erste Aufgabe war wieder erwarten schnell erledigt. Durch enge und sehr lebendige Souks, einen „Mediamarkt“ aus Schrott und Gebrauchtartikeln gings durch immer schmaler werdende Gassen zum Ziel. Die Ausstattung hat meine Erwartungen bei weitem untertroffen.

Die Suche nach einem funktionierenden Printer während des Ramadans und der Gebetszeit ist genauso schwierig wie ein Restaurant aufzutreiben. Den vermutlich einzigen Drucker fanden wir in einem Hotel.

Als wir hungrig über ein Eis herfielen, zogen wir die Blicke der Passanten auf uns. Klar, wir essen In der Öffentlichkeit und die Moslems nicht…unbeliebter kann man sich nicht machen.

Aber einen Restaurant Geheimtipp gibt es: Das Pasha Restaurant in der Nähe des römischen Amphietheaters. Super Essen und gehopfte Getränke. Die Übernachtung war dann in der Wüste an einem alten Wüstenschloss.

18. Tag irgendwo zwischen Tel Aviv und Jerusalem

So viel wie heute haben wir uns auf der ganzen Tour nicht Verfahren, welcher vollpropeller hat da wohl navigiert? Vielleicht liegtsauch nur an der unglaublichen Hitze (wir haben keine Klimaanlage). Hoffentlich finden wir wenigstens das Fahrerlager…

Wir haben bei unserer Irrfahrt doch noch eine kleine Brauerei gefunden (mit super Bier und inkl. Brauereiführung vom Chef gefunden).

Es hat geklapppt. Beiden Beduinen in seinem Zelt gabs eine tolle Party und eine lange Nacht.

Überfahrt am 20.5.2018 mit Fähre von Mersin nach Haifa

Relaxtag auf dem Sklavenschiff. 42 Jahre alter Danpfer, seit gefühlt 20 nicht mehr gereinigt. Unsere Biervorräte wurden nicht nur von uns aufgebraucht…

Gegge hat Tag und Nacht eine Zylinderkopfdichtung bei einem anderen Team repariert. Lärm, Gestank und Temperaturen von geschätzten 45 Grad.


Aber die Karre läuft wieder. Gegge und die Fahrer haben geschwitzt wie die Schweine. Aber die Karre läuft wieder und die Laune ist super. Alles wird gut.

17. Tag Ankunft in Haifa und Einreisechaos

 

Der Tag sollte nicht so schön bleiben, wir mußten bis 15:00 in sengender Hitze und ohne Getränke bzw WCs am israelischen Zoll warten. Sämtliche Fahrzeuge wurden dann komplett ausgeräumt, alles wurde durchsucht und unsere Laune war danach auf einem Tiefpunkt. Unsere Sachen wurden halt auf den Beton verteilt wie es kam. Diese Vollpropeller haben nichts anderes zut tun als ihre Kundschaft in der Sonne grillen zulassen während sie selbst in klimatisierten Büros sitzen. Am Abend war das fast schon wieder vergessen, als wir bei einem Fisch an der Marina von Tel Aviv saßen und anschließend in der Altstadt den Tag ausklingen ließen.

Von Nigde nach Mersin am 15. Tag

Nigde gilt als sehr konservative Stadt. Selbat als Mann in kurzen Hosen fällt man hier auf. Und auch alkoholische Getränke sind hier in der Öffentlichkeit verpönt. Trinkt man das Bier getarnt in einem Socken, dann kann man es wagen. Aber bloß nicht auffallen. Unsere Tour durch den Taurus wurde, wie schon mehrfach praktiziert, nue grob geplant. Das Ziel war Mersin. Eine alte Gebirgsstraße forderte viel fahrtechnisches Können ab. Wer hätte gedacht, daß wir unter schneebedeckten Gipfeln bei angenehmen Temperaturen eine Pause einlegen würden? Das sollte sich ändern. Die Küstenebene um Adana empfing uns mit 37 Grad. Der Weg zur Fähre war dann keine Herausforderung mehr. Dafür durften wir und zwei weitere Rallyeteilnemer die Überfahrt navh Haifa auf dem Schiff machen. Das war eh viel interssanter als zu fliegen.

Am 13. Tag zum großen Salzsee Tut Gölü und nach Kapadokien

Von Haymana gings Richtung Kapadokien, vorbei an sanften Hügellandschaften.

 

Ein Highlight war der große Salzsee Tuz Gölü. ber eine Nebenstrecke sind wir bei einem Schafhirten gelandet. Bei einem Tee und Kecksen haben wir uns mit ihm unterhalten. Einen Weg am See entlang zu einem Damm hat er uns auch noch empfohlen. Auf dem nassen Salzsand kann mann herrlich driften. Aber man gräbt sich auch schnell ein, also nicht stehenbleiben, immer in Bewegung bleiben…

Über den Salzsee hinüber und dann gings weiter Richtung Kapadokien nach Ürgüp.

Auch eine neuerliche Panne am EO80, diesmal war es die hintere Bremse konnte die Stimmung nicht trüben. Jeder Tag bringt einen Auswall. Dank Spannungswandler, Flex und dem Ideenreichtum von Gegge war das in Nullkommanix behseitigt.

Proviant wurde auf einem kleinen Markt ausgefasst.

Die Nacht verbrachten wir in Ürgüp. Dietmar hat ein super Menü aufgetischt. Knoblauchsuppe, gegrillte Hähnchenbrust mit Auberginenpaste und eine Gemüsepfanne.

Die Vorspeise verdient ein extra Kapitel:

Carbeque: Die Lowbudgetküche für den kostenbewußten Reisenden.

Jedes Team muß ein Gericht im Motorraum kochen. Wir haben uns für eine Gemüsepfanne entschieden. Alles kleingeschnippeln, dazu Olivenöl (oder wahlweise ein gutes Motorenöl) Gewürze und einen Schuß Wasser hinterher. Die Garzeit wurde mit 30 km bei einer durchnittlichen Fahrzeuggeschwindigkeit von 85 km/h angenommen. Das ganze wir mit Alufolie und Draht am Motorblock befestigt und los gehts. Das Ergebnis war überwältigend. Ein Movie wird später hochgeladen.